ich habe mich entschieden bei der Landeskonferenz im kommenden September für den Landesvorstand der NRW-Jusos zu kandidieren. Im Folgenden möchte ich mich euch kurz vorstellen und aufzeigen, welche Themen mir besonders am Herzen liegen.
Mein Name ist Leon Boness, ich bin 25 Jahre alt, meine Pronomen sind er/ihn, ich komme ursprünglich aus dem Kreis Kleve und lebe seit vielen Jahren in Köln. Seit inzwischen fünf Jahren bin ich Teil des dortigen Juso-Unterbezirksvorstands und habe in dieser Zeit die verschiedensten Aufgaben übernehmen können. Zunächst als Beisitzer, dann als Schatzmeister, später als Geschäftsführer und aktuell als Vorsitzender. Im Frühjahr habe ich meinen Bachelor im Fach Sozialwissenschaften an der Uni Köln erfolgreich abgeschlossen, im Oktober beginne ich mit meinem Masterstudium im Fach Politikwissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal. Ich habe meinen Weg zu den Jusos über die Juso-Hochschulgruppen gefunden, war lange bei der Juso Hochschulgruppe an der Uni Köln aktiv und im Zeitraum 2024/25 Teil der Landeskoordination der Juso Hochschulgruppen in Nordrhein-Westfalen.
Für mich ist bezahlbarer Wohnraum die soziale Frage unserer Zeit. Sie hat mich politisiert und schon früh politisch geprägt. Im Hochschulkontext an der Uni Köln habe ich lange für mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende und Auszubildende gekämpft. Heute bin ich sachkundiger Einwohner im Ausschuss für Bauen und Wohnen der Stadt Köln und möchte diese Perspektive aus der Praxis in der größten Kommune NRWs in den neuen Landesvorstand einbringen. Dort erlebe ich hautnah, wie sich der sogenannte Bau-Turbo konkret vor Ort auswirkt und vor welchen Herausforderungen die Kommunen stehen. Gleichzeitig bleibt das Land NRW weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Wir brauchen endlich eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft, die selbst Verantwortung übernimmt und besonders stark vom Wohnungsmangel betroffene Kommunen gezielt beim Bau bezahlbarer Wohnungen unterstützt.
Das Bildungssystem in Nordrhein-Westfalen ist ungerecht. Immer noch hat der Geldbeutel der Eltern großen Einfluss auf die eigenen Bildungschancen. Ich war selbst Schüler auf einer Gesamtschule. Als Sohn einer alleinerziehenden Mutter verdanke ich meine Bildungschancen damit maßgeblich den Erfolgen sozialdemokratischer Bildungspolitik in den vergangenen Jahrzehnten. An diese Erfolge müssen wir anknüpfen. Wir brauchen eine Schule für alle, die allen Kindern dieselben Bildungschancen bietet. Dafür müssen wir mutig sein und dürfen keine Angst haben vor einem Konflikt mit der Mutterpartei.
Wenn es eine Sache gibt, für die ich immer zu haben bin, dann sind das vermeintlich langweilige Strukturdebatten. Egal ob bei den Jusos, der SPD oder auch darüber hinaus, organisatorische Grundsätze sind in ihren Konsequenzen selten so neutral wie sie auf den ersten Blick scheinen. Meist entstehen abhängig davon, wer man ist, mal mehr und mal weniger offensichtliche Vor- oder Nachteile. Wer hat Zugang zu welchen Sitzungen? Wie kommt es eigentlich, dass der Anteil junger Menschen in vielen Gremien nur so gering ist? Und was können wir tun, um das zu verändern? Als Jusos ist es unsere Aufgabe, bestehende Strukturen fortlaufend zu hinterfragen und wenn notwendig aufzubrechen. Gerade in Zeiten wie diesen ist die faire Beteilung junger Menschen wichtiger den je.
Bei Fragen oder Anmerkungen könnt ihr mich jederzeit unter folgender E-Mail-Adresse erreichen: leon.boness@jusos-koeln.de
Freund*innenschaft
Leon